Paarberatung. Eheberatung. Beziehungsprobleme. Systemische Therapie und Beratung (SG, IGST)

Von ein paar Konflikten zu Paarkonflikten

Will ein Mensch nicht alleine sein, so sucht er einen Partner. Oder einer findet ihn. Je nachdem. Und als ob es alleine oft nicht schon schwierig genug wäre, versucht man sein Glück gemeinsam. Zwei versuchen, gemeinsam ein Glück herzustellen. Nicht selten übernimmt einer sogar freiwillig die Aufgabe, das Glück für beide oder speziell für einen zu produzieren. Er fühlt sich dafür verantwortlich, regelrecht getrieben – oder der andere macht ihn verantwortlich und treibt ihn dazu an.

Hatte man vorher schon ein paar Konflikte, dann hat man jetzt noch Paarkonflikte dazu. Zum neuen Überbegriff für die paar Konflikte, die bereits vor der Beziehung bestanden hatten, wird der Paarkonflikt ernannt.

Der Paarkonflikt als Stellvertreter
Im Paarkonflikt können sich in verschärfter Form jene Konflikte abbilden, die jeder vor der Beziehung bereits für sich alleine hatte. In der Beziehung erhalten solche Solo-Konflikte eine neue Qualität und Ausdrucksform, da sich die Möglichkeit bietet, in einem anderen eine Projektionsfläche zu sehen, freilich ohne sich dessen bewußt zu sein.
Häufig stellen sich Menschen eine Partnerschaft, eine Ehe als einen Raum vor, innerhalb dessen andere Lebensbedingungen herrschen als „draußen“, im normalen Leben. Doch in der Partnerschaft wird leider gerade das Besondere so schnell normal, und das Normale, also die Hürden des Alltags und die Schwächen der Menschen, werden dafür ins Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt. Und dann landen zwei bei einem Paartherapeuten, der selbst nicht frei von Konflikten ist. Er soll „es” richten.